Ein Neuanfang nach 12 Jahren: Der Weg zu unserer neuen Webseite
Ein Kommentar von Alexander Böhm:
Die Notwendigkeit war schon lange gegeben: Wir benötigten eine zeitgemäße Visitenkarte im Netz. Die alte Webseite ist bereits zwölf Jahre alt. Auch wenn es zwischenzeitlich diverse Updates und Verbesserungen gegeben hatte, war es nun an der Zeit, einen kompletten Neuanfang anzugehen.
Dieser ist jetzt geschehen. Es hat mit drei Jahren Arbeit deutlich länger gedauert als gewünscht – aber aus unserer Sicht hat sich das sehr gelohnt. Im Folgenden gebe ich dir ein paar Einblicke in den Verlauf der Erstellung.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken. Bei allen Testern und allen Personen, die uns mit Daten, Informationen und Ideen versorgt haben. Der größte Dank geht hierbei an das PR-Team, das mit mir zusammen entschieden zu viele Stunden investiert hat, um dieses Projekt zu verwirklichen. Namentlich sind dies Sophie, Philipp, Jessica und Louisa. Vielen Dank!
Um uns und die Website weiterentwickeln zu können, freuen wir uns auf dein Feedback. Viele Köpfe haben viele Ideen und sehen Punkte differenziert. Das Beste entsteht, wenn die besten Ideen zusammengeworfen und daraus das Ideal gezogen wird. Daher teilt uns gerne auch deine Wünsche mit. Wir sind bislang nicht am Ende und haben noch einiges vor.
Was steht noch auf der Agenda?
Natürlich sind wir weiterhin nicht fertig. Kann eine Website überhaupt „fertig“ sein? Alles Notwendige ist integriert. Dazu zählen wir:
- eine informative Startseite, die einen guten Überblick bieten soll
- eine kurze Übersicht über den Verein und dessen Historie, Vision und Ansprechpartner
- das breit gefächerte Angebot der TSG inklusive detaillierter Informationen wie Trainingszeiten, Ansprechpartnern etc.; wir sind schließlich ein Mehrspartenverein, mit über 30 Gruppen und Mannschaften (Stand heute).
- ein Newsbereich, der dich auf dem Laufenden hält (nicht jeder will die sozialen Medien nutzen)
- Informationen und Downloads rund um die Mitgliedschaft in unserer Gemeinschaft
- eine Kontaktmöglichkeit an die speziellen Verantwortlichen, um eine schnelle und direkte Antwort zu ermöglichen
Doch dies ist nicht alles, was wir auf unseren Zetteln stehen haben. So sind in Zukunft noch viele weitere Punkte angedacht. Dazu zählen zum Beispiel:
- Suchfunktion
- Ausweitung der Sponsoren mit eigener Seite zu den Vorteilen einer Partnerschaft
- Integration vom TSG-Echo als digitaler Zusatz
- Erweiterung der Chronik
- Ergänzung von weiteren Punkten zum Verein (ggf. Nennung von historischen Personen wie Ehrenspielführer, Details zum Pappelstübchen und zu den Sportstätten usw.)
- Einbindung einer Ehrenamtsseite „Engagiere dich“, um Ehrenamtler zu gewinnen
- ggf. ist eine Integration eines Fanshops
Informationen, Daten und Statistiken für Interessierte
Warum überhaupt ein kompletter Neubau?
Unser bisheriges System basierte auf WordPress und brachte mit den Jahren immer mehr Herausforderungen mit sich. Die Wartung war aufwendig und regelmäßig tauchten Sicherheitslücken auf. Zudem ließ sich das System nur schwer an die Bedürfnisse unserer Redakteure im PR-Team anpassen. Hinzu kam: Das Design entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen – insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit und das neue Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Und nicht zuletzt war die Seite schlicht zu langsam.
All das zusammen machte klar: Ein paar Anpassungen „hier und da“ würden nicht mehr reichen.
Was wir erreichen wollten
Mit dem Relaunch hatten wir klare Ziele vor Augen. An erster Stelle stand die Ablösung von WordPress – und damit einhergehend weniger Sicherheitslücken und deutlich reduzierter Wartungsaufwand. Für unser PR-Team sollte die Arbeit einfacher werden: klare Strukturen, wo welcher Inhalt gepflegt wird, und schnellere Anpassungsmöglichkeiten.
Die grundsätzliche Einhaltung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes war uns ebenso wichtig wie eine gute User Experience durch ein durchdachtes Layout und moderne Entwicklungstools.
Für wen ist die neue Seite gedacht?
Die Webseite ist als Marketingplattform konzipiert. Sie soll neue Mitglieder ansprechen, bestehende Mitglieder informieren und gleichzeitig eine Vorzeigeplattform für aktuelle und potenzielle Sponsoren sein.
Im Fokus stehen dabei Kontaktmöglichkeiten und Ansprechpartner, Trainingszeiten und -orte (damit Interessierte wissen, wann sie mal schnuppern kommen können). Unser Angebot mit allen Gruppen und Mannschaften sowie Aktuelles, Allgemeines und Historisches rund um den Verein.
Der lange Weg: Brainstorming und Planung
Das erste teamweite Brainstorming fand bereits am 3. Januar 2023, also vor genau drei Jahren, statt. Wir sammelten Ideen, erstellten einen ersten Projektplan und definierten Aufbau und Struktur der neuen Seite.
Design: Wenn der Entwickler zum Designer werden soll
Ursprünglich hatte ich die Aufgabe selbst übernommen, einen ersten Design-Prototyp zu erstellen. Nach etlichen Versuchen über mehrere Monate kam die Erkenntnis, die ehrlicher nicht sein könnte: „Ich bin ein Entwickler und kein Designer!“
Also musste eine professionelle Alternative her. Über Fiverr fanden wir eine kostengünstige Lösung. Und nach wenigen Wochen sowie fünf Revisionen hatten wir ein freigegebenes Design als Prototyp.
Parallel: Daten sammeln und Infrastruktur aufbauen
Während das Design entstand, sammelte das Projektteam alle notwendigen Informationen: von historischen Daten über den Verein bis zu aktuellen Informationen zu den Mitarbeitern.
Auf technischer Seite begannen die ersten Vorbereitungen: die Beschaffung einer Sanity-Lizenz für unser Content-Management, die Einrichtung von GitHub als Code-Speicherort und Vercel als Server sowie ein erstes „Hello World“-Projekt zum Testen der Infrastruktur. Im weiteren Verlauf kamen noch weitere Dienste wie Resend und CleverReach hinzu.
Die Werkzeugkiste: Unsere Tools im Überblick
Für ein Projekt dieser Größenordnung braucht es die richtigen Werkzeuge. Wir haben uns für eine Kombination aus bewährten und modernen Tools entschieden.
Für die Projektorganisation setzen wir auf Miro als digitales Whiteboard für Ideen und Notizen, Linear für die Verwaltung unserer Aufgaben und Tickets sowie Microsoft 365 für alles andere – von der Cloud-Ablage über Excel bis zu Umfragen mit Forms.
Auf der technischen Seite fiel die Wahl fürs Backend auf Sanity als Headless-CMS. Beim Frontend starteten wir ursprünglich mit Astro, wechselten später aber auf Next.js – manchmal zeigt sich erst im Projektverlauf, welche Technologie besser zu den Anforderungen passt.
Für das Design nutzen wir Figma, wo unser über Fiverr beauftragter Designer den Prototyp erstellt hat und wir gemeinsam iterieren konnten.
Die nackten Zahlen: Was ein Relaunch wirklich bedeutet
Jetzt wird es konkret. Denn hinter einem Webseiten-Relaunch steckt deutlich mehr Arbeit, als man von außen vermuten würde.
35 Meetings in drei Jahren
Als Projektteam haben wir uns regelmäßig getroffen – überwiegend sonntags vormittags. 2023 waren es 12 Meetings, 2024 dann 13 und 2025 abermals 10. Das macht insgesamt 35 Treffen. Meistens waren wir zu dritt, manchmal zu viert.
Im Schnitt dauerte ein Meeting zwischen 2,5 und 3 Stunden. Wobei man ehrlicherweise sagen muss: Etwa 30 bis 60 Minuten davon gingen für Small Talk und Drumherum drauf. Bleiben also etwa 2 Stunden produktive Arbeit pro Meeting – macht zusammengerechnet rund 70 Stunden reine Projektarbeit pro Teammitglied in den Meetings. Ein Vielfaches fiel dann in den Umsetzungen zu Hause an.
Wir haben viel diskutiert und abgewogen, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Stellenweise haben wir uns aber auch im Kreis gedreht und Zeit verbrannt. Das gehört wohl zu jedem Projekt dazu.
Tickets, Code und Content
Ein paar weitere Zahlen, die zeigen, was hinter den Kulissen passiert ist (Stand: 02.01.2026):
- 255 Tickets wurden erstellt, davon sind bereits 230 abgearbeitet
- die Datenbank enthält über 500 Dokumente – also einzigartige Inhaltseinträge
- im Code-Repository gab es 166 Commits im Main-Branch (gewissermaßen 166 Versionen bzw. Deployments)
- das Projekt umfasst aktuell 341 Dateien mit insgesamt 25.747 Zeilen Code
Wichtig für mich zu erwähnen
Wir und insbesondere ich selbst haben in dem Projekt sehr viel gelernt. Wir hatten wirklich viel Spaß, wenn auch nicht immer alles klappte wie gewünscht. Letztlich würde ich sagen: Vieles würde ich wieder so machen, aber einiges würde ich verbessert angehen.
Daher auch an dieser Stelle noch mal vielen Dank an alle Beteiligten!
Sportliche Grüße,
Alexander Böhm
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Sprich mich gerne an. Meine aktuellen Kapazitäten sind nicht groß. Aber versuchen und wenigstens über dein Projekt reden können wir gerne. Meine Daten findest du auf meiner Seite www.alex-boehm.dev. Melde dich gerne bei mir.
